A
Abfallrohr
Das an der Dachrinne angeschlossene,
senkrechte Rohr dient zur Ableitung
des Dachwassers.
Aushub
Unter Aushub versteht man alle für
die Herstellung eines Hauses erforderlichen
Erdarbeiten. Meist wird unterschieden
zwischen Baugrubenaushub (in diesem
wird der spätere Keller errichtet),
Fundamentaushub für eine Bodenplatte
oder für Einzelfundamente und
Aushub für Gräben, Schächte,
Wege etc.
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Anfang
B
Bauabnahme
Nach der Fertigstellung des Hauses
erfolgt die endgültige Bauabnahme
an der in der Regel der Bauherr
und der Bauleiter teilnehmen. Dabei
wird festgestellt, ob alles richtig
und einwandfrei funktioniert und
in einem Abnahmeprotokoll festgehalten.
Sollten dabei Mängel entdeckt
werden, so sollten diese zunächst
behoben sein, bevor die Abnahme
des Hauses einvernehmlich erklärt
wird. Mit der Bauabnahme beginnt
auch die vereinbarte Gewährungsfrist
zu laufen.
Baugenehmigung
Eine Baugenehmigung bzw. Baubewilligung
ist ein zentrales Element des Baurechts.
Im Baugenehmigungsverfahren wird
die Einhaltung bestimmter, jedoch
nicht aller öffentlich-rechtlicher
Vorschriften überprüft.
Sie ist daher nur eine eingeschränkte
Unbedenklichkeitbescheinigung. Um
die Einhaltung weiterer Vorschriften
des öffentlichen Rechts muss
sich der Bauherr eigenverantwortlich
kümmern. Details sind in den
Ländern unterschiedlich geregelt.
Der Abbruch und die Beseitigung
baulicher Anlagen ist in vielen
Landesbauordnungen nicht genehmigungspflichtig,
sondern nur anzeigepflichtig oder
zumindest für kleinere Vorhaben
gänzlich verfahrensfrei.
Die Baugenehmigung
ist ein begünstigender Verwaltungsakt
mit drittbelastender Wirkung: sie
begünstigt den beschiedenen
Bauherrn, belastet aber dessen Nachbarn.
Der Baugenehmigung kommt, soweit
die Errichtung, Änderung oder
Nutzungsänderung einer baulichen
Anlage nicht genehmigungsfrei ist
oder im Wege eines Genehmigungsfreistellungsverfahrens
genehmigungsfrei wird, durch die
Aufhebung des vorbeugenden Bauverbots
durch Gestattung eine rechtsgestaltende
Wirkung zu.
Bauhöhe
Die Bauhöhe ist in der Bauordnung
definiert und in fast jedem Bundesland
anders. Meist stellt die Bauhöhe
die Höhe des Gebäudes,
gemessen vom angrenzenden Gelände
bis hin zur Verschneidung der Fassade
zur Dachkonstruktion dar.
Baubiologie
Als Baubiologie definieren wir alles,
was dem Menschen nahe ist, d.h.
alle verarbeiteten, vorwiegend jedoch
die in den Innenräumen verwendeten
Materialien - Frei nach dem Motto:
"Das Haus ist die dritte Haut
des Menschen.
Baukoordinationsgesetz
Das Baukoordinationsgesetz ist eine
in österreichisches Recht übernommene
EU-Richtlinie, welche zum Ziel hat
Unfälle am Bau zu vermeiden
und zu klären, wer für
was verantwortlich ist. Der Name
Baukoordinationsgesetz wird leicht
missverstanden, da dieses Gesetz
nicht die Koordinierung von Arbeiten
im Sinne von zeitlichen und technischen
Abfolgen regelt, sondern die Koordinierung
von Sicherheitsmaßnahmen.
Bauökologie
Unter Bauökologie verstehen
wir alles, was der Natur und damit
der Umwelt nahe ist. Es kann durchaus
sein, dass ein baubiologisch empfohlener
Baustoff unter ökologischer
Sichtweise ausscheidet. Aus Sicht
der Baubiologie ist Baumwolle als
Dämmstoff durchaus empfehlenswert,
berücksichtigt man allerdings,
dass z.B. der Aralsees wegen der
wasserintensiven Baumwollplantagen
ausgetrocknet ist, dann wird dieser
Dämmstoff aus ökologischer
Sicht durchaus bedenklich. Recycling-Produkte
hingegen erfüllen beide Anforderungen
bestens.
Beschlag
Beschlag ist ein übergeordneter
Begriff für die beweglichen
Öffnungsteile an Fenstern und
Türen, aber auch z.B. bei Möbel.
Bossensteine
Der Begriff kommt aus der Natursteinmauerei.
Heute wird er vielfach verwendet
um quaderartige Dekorelemente zu
beschreiben.
Brüstung
Eine Brüstung ist ein Wandbauteil
der ein Geländer ersetzt. Die
Höhe der Brüstung ist
je nach Bundesland unterschiedlich
– in der Regel jedoch ca.
1 m
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Anfang
C
Carport
Ein Carport
ist ein Unterstellplatz für
PKW und dient dem Schutz des Fahrzeuges
vor Umwelteinflüssen wie zum
Beispiel Regen, Schnee oder auf
den Scheiben gefrierender Luftfeuchtigkeit.
Aus dem Englischen wörtlich
übersetzt bedeutet Carport
"Autohafen". Manchmal
werden Carports auch als Remise
bezeichnet. In der Regel besteht
ein Carport aus Holz, Stahl oder
Aluminium. Einfache Carports besitzen
ein Flachdach, hochwertigere Ausführungen
verfügen über aufwändigere
Konstruktionen wie etwa ein Satteldach
oder ein Tonnendach. Ein Carport
kann zu allen Seiten offen sein,
es gibt jedoch Elemente, mit denen
einzelne Segmente geschlossen werden
können. Die Einfahrt eines
Carports ist im Gegensatz zu einer
Garage grundsätzlich offen.
Zum
Anfang
D
Dachstuhl
Der Dachstuhl ist die vom Zimmermann
errichtete tragende Holzkonstruktion.
Je nach Verwendungszweck und Architektur
werden verschiedene Dachformen,
wie Flach-, Pult,- Sattel- oder
Walmdach errichtet.
Dämmung
Dämmung ist ein übergeordneter
Begriff für Materialien, die
den Wärme- oder Schallschutz
eines Gebäudes dienen, z.B.
eine Wärmedämmplatte an
der Fassade, eine Wärmedämmfilzeinlage
zwischen den Dachsparren oder eine
Trittschalldämmung im Bodenaufbau
sein.
Dichtbetonkeller
Ein Dichtbetonkeller ist dort notwendig,
wo zu erwarten ist, dass der Keller
im Wasser steht z.B. wenn er in
einer Hanglage errichtet wird und
mit Hangwasser zu rechnen ist oder
Grundwasser nach oben drückt.
Der Dichtbetonkeller wird in der
Regel vor Ort geschalt und betoniert.
Arbeitsfugen zwischen Bodenplatte
und Wänden werden mit einem
Dichtungsband versehen. Der Dichtbeton
wird aus einer speziellen Rezeptur
hergestellt und ist nur beschränkt
wasseraufnahmefähig.
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Anfang
E
Eckfasche
Eckfaschen werde die farbliche Hervorhebung
von Gebäudeecken genannt.
Edelrohbau
Edelrohbau ist ein gängiger
Begriff für ein nicht fertiggestelltes
Haus (meist außen und innen
verputzt sowie mit Dachstuhl und
Deckung).
Einzügig
Einzügige Kamine bzw. Abgasschächte
haben nur ein Rohr beinhaltet und
bieten somit die Anschlussmöglichkeit
für nur eine Heizstelle.
Elektroinstallation
Die Elektroinstallation umfasst
die Schalter, Steckdosen und Lichtauslässe
sowie deren Verdrahtung bis hin
zum Verteiler eines Gebäudes.
Elektroinstallationen sollten ausnahmslos
von einem Fachmann hergestellt werden.
Falsche Installationen können
fatale Folgen haben.
Elektroleerverrohrung
Leerverrohrungen sind die Schläuche,
die in Wandelementen oder in Bodenaufbauten
eingebaut werden. Zu einem späteren
Zeitpunkt zieht der Elektriker die
Drähte oder Kabel in diese
Schläuche ein.
Energiekennzahl
Die Energiekennzahl gibt Auskunft
darüber, welchen Heizwärmebedarf
Ihr Haus hat. Grundsätzlich
bedeutet kleine Zahl wenig Wärmebedarf.
Bei der Ermittlung der Energiekennzahl
wird der Jahresheizwärmebedarf
(die Einheit ist kWh/M2A) bezogen
auf die Bruttogeschoßfläche
beschrieben.
EPS
Platte
EPS bedeutet "expandierter
Polystyrol-Partikelschaumstoff"
besser bekannt als „Styropor“
und wird in verschiedenen Produktarten
angeboten z.B. EPS-F Fassadendämmplatte
oder EPS-T Trittschalldämmplatte.
Für diese EPS-Dämmstoffe
liegt seit 1994 eine umfassende
"Lebenswegbilanz" vor,
welche sämtliche Aspekte von
der Produktherstellung bis zur Entsorgung
von Abfällen berücksichtigt
und die im Vergleich zu anderen
Dämmstoffen ganz hervorragend
abschneidet. EPS-Dämmstoffe
lassen sich sowohl rückstandsfrei
recyceln als auch entsorgen. Nähere
Infos EPS-Dämmstoffen unter
www.gph.at bei der Güteschutzgemeinschaft
Polystyrol-Hartschaum.
Erker
Erker ist ein eingeschossig in Form
und Proportion an das Haus angepasster
Zubau, der meist zur Erweiterung
des Wohnraumes dient.
Estrich
Als Estrich bezeichnet man den Bauteil,
der den späteren Bodenbelag
(Parkett, Fliesen, etc.) trägt.
Man unterscheidet grundsätzlich
zwischen Trocken-, Flies- und dem
wesentlich höherwertigen Betonestrich.
Ein Betonestrich ist ca. 5 - 6 cm
stark und bildet einen langlebigen
und soliden Untergrund für
jeden Bodenbelag. Er ist problemlos
mit einer Fußbodenheizung
ausstattbar und hat sehr gute Schlldämmeigenschaften.
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Anfang
F
Fasche
Fasche ist die Bezeichnung für
die farbliche Um- bzw. Einrahmung
von Bauteilen (i.d.R. Fenster, Türen).
Faschen können flächengleich
oder von der Oberfläche erhaben
sein. Die erhabene Fasche steht
gegenüber dem Untergrund um
ca. 1 - 2 cm vor.
Fassade
Fassade ist die außen sichtbare
Oberfläche der Hausaußenwände.
Fassaden können in einer Vielzahl
von technischen Varianten hergestellt
werden. Am weitest verbreiteten
ist wohl die "Vollwärmeschutzfassade".
Bei einer Vollwärmeschutzfassade
wird auf die tragende Wand eine
Wärmedämmplatte (meist
eine EPS-F Platte) aufgeklebt, dann
vollflächig gespachtelt und
mit einem fertig durchgefärbten
und vor Ort aufgebrachten Reibeputz
versehen.
Flachdach
Flachdächer sind Dächer,
die keine oder (häufiger) nur
eine geringe Dachneigung aufweisen.
Es gibt verschiedene Obergrenzen,
bis zu denen von Flachdach gesprochen
wird:
Förderung
Für Ihr Haus können Sie
möglicherweise die verschiedensten
Förderungen bekommen. Diese
können z.B. ein Landesdarlehen,
Jungfamilienkredite oder Eigenheimförderungen
sein. Ob Sie eine Förderung
erhalten hängt in den meisten
Fällen von Ihrer persönlichen
Einkommenssituation und von anderen
Parametern ab. Die Grundlagen für
die Förderungen sind je nach
Bundesland erheblich verschieden.
Nähere Informationen zu Förderungen
finden Sie unter Finanzierung.
Fenster
Fenster bieten natürlichen
Lichteinfall, dienen zur Be- und
Entlüftung des Raumes, müssen
aber zugleich dafür sorgen,
dass die Wärme im Raum und
der Lärm draußen bleibt.
Verschiedenste Formen und Ausführungen
werden angeboten (z.B. Kunststofffenster,
Holzfenster, Holz/Alu-Fenster etc.).
Heute werden praktisch nur mehr
Einfachfenster mit mehreren Dichtungsebenen
und mit besonderer Thermoverglasung
ausgeführt.
First
Als First wird die höchste
Kante des Hauses bezeichnet.
Fundament
Das Fundament dient zur Ableitung
der Gebäudelasten in das Erdreich.
Es gibt Einzel-, Punkt-, Streifen-
oder Plattenfundamente. Die Art,
Größe und Stärke
des Fundamentes hängt in erster
Linie von den Trageigenschaften
des darunterliegenden Bodens ab.
Fundamentplatte
Die Fundament- oder auch Bodenplatte
genannt, bildet ein flächiges
Fundament. Bodenplatten können
die Gebäudelasten in fast jedem
Untergrund (Ausnahme bilden sehr
schlechte Böden) gleichmäßig
einbringen.
Fußbodenheizung
Unter Fußbodenheizung versteht
man eine Strahlungswärmeheizung.
Dabei dient der Estrich mit den
Warmwasserrohren als Wärmelieferant.
Strahlungsheizungen haben grundsätzlich
den Vorteil, dass sie mit niedriger
Oberflächentemperatur arbeiten
können. Daher verliert man
weniger Energie durch Konvektion
und durch Abkühlung der Außenbauteile.
Ein weiterer Vorteil ist die gleichmäßige
Temperaturverteilung.
Zum
Anfang
G
Gastherme
Die Gastherme ist das Heizgerät
in dem durch Verbrennung von Erd-
oder Flüssiggas Wärme
für die Heizung erzeugt wird.
Thermen mit Brennwerttechnologie
nutzen zusätzlich über
ein spezielles Verfahren die im
Abgas noch enthaltene Energie. Die
Gastherme ist die günstigste
Art der Warmwasseraufbereitung
Galerie
Unter einer Galerie verstehen wir
einen Freiraum im Obergeschoss,
der multifunktional genutzt werden
kann. Die Galerie ist, wenn der
Treppenaufgang im Wohnzimmer beginnt,
immer eine Erweiterung des Lebensraumes.
Eine Galerie kann z.B. als Mediaraum
mit Fernseher, PC usw. genutzt,
als Arbeitsraum eingeplant oder
als eine attraktive und gemütliche
Spielfläche für Ihre Kinder
vorgesehen werden.
Gesimse
Gesimse werden Fassadenelemente
bezeichnet, die gegenüber der
Fassadenfläche erheblich vorspringen.
Meist findet man Gesimse am oberen
Abschluss der Fassade hin zur Dachkonstruktion.
Zum
Anfang
H
Hangwasser
Hangwasser ist das Wasser, das unter
der Oberfläche bei sickerfähigem
Material einen Hang hinuntersickert.
Dies kann dazu führen, dass
bei einem Keller in Hanglage der
Keller dieses Hangwasser aufstaut
und es so zu "drückendem"
Wasser kommt.
Hohldielendecke
Eine Hohldielendecke ist eine innen
hohle Betonfertigteildecke. Hohldielendecken
haben ein geringeres Gewicht wie
Vollbetondecken und sind bis zu
einer bestimmten Größe
lieferbar.
Zum
Anfang
I
Installation
Installation ist der Überbegriff
für Elektro-, Heizungs-, Sanitär-
und Lüftungsinstallation. Installationen
werden unterschieden in Rohinstallation
und Komplettierung. Installationen
müssen grundsätzlich von
Fachfirmen hergestellt werden.
Zum
Anfang
K
Kamin
Ein Kamin leitet die Abgase aus
einer Heizstätte sicher ins
Freie. Man unterscheidet zwischen
ein- und mehrzügigen Kaminen.
Kamine unterliegen speziellen gesetzlichen
Bestimmungen (Reinigung, Brandsicherheit,
Dichtigkeit etc.) Kamine sind nicht
in allen Bundesländern zwingend
vorgeschrieben. In den meisten Bundesländern
wird jedoch ein so genannter "Notkamin"
verlangt.
Kniestock
Bezeichnet den senkrechten Teil
der Außenwand unterhalb der
Dachschräge.
Kontrollierte Wohnraumlüftung
Eine kontrollierte Wohnraumbe- und
Entlüftung ist ein ausgeklügeltes
Lüftungssystem. Es erfolgt
ein ständiger, relativ geringer
Luftaustausch im Gebäude wodurch
immer Frischluft im Haus ist. Ein
Lüften durch die Fenster ist
in diesem Fall unnötig und
wäre auch kontraproduktiv.
Zum
Anfang
L
Lasur
Als Lasur bezeichnet man einen nicht
deckenden, jedoch durchaus färbigen
Holzschutzanstrich. Die Maserung
des Holzes, aber auch Äste
und Schadstellen bleiben durchscheinend
sichtbar. Lasuren werden in erster
Linie bei Holzkonstruktionen (Vordach,
Pergola, Dachvorsprung) im Außenbereich
verwendet.
Lüftungsanlage
Die Lüftungsanlage ist in der
Lage, die Energie die sich in der
Abluft befindet, zu entziehen und
diese wieder dem Haus zuzuführen.
Kontrollierte Wohnraumbe- und Entlüftungen
sind Voraussetzung um Niedrigstenergie-
und Passivhäuser realisieren
zu können.
Leichtbeton
Grundsätzlich besteht ein Beton
aus Zuschlagstoffen (Kies, Schotter),
Bindemittel (Zement) und Wasser.
Diese Stoffe werden in speziellen
Rezepturen vermischt und ergeben
je nach Art der einzelnen Stoffe
und je nach Mischungsverhältnis
unterschiedlich harte Betonsorten.
Es gibt jedoch auch Betone, denen
anstelle von Kies bzw. Schotter
leichtere Baustoffe (z.B. Ziegelsplitt,
Schaumglas o.ä.) beigemengt
werden. Diese Betone haben dann
spezielle Speichereigenschaften
und sind leichter als herkömmlicher
Beton.
Lichtschacht
Ein Lichtschacht ist ein Bauteil
der bei Kellerfenster, die unter
dem angrenzenden Kellerniveau liegen,
eine natürliche Belichtung
und Belüftung ermöglicht.
Lichtschächte sind aus Beton,
Kunststoff o.ä. gefertigt und
sind meist mit einem Gitter abgedeckt.
Es gibt auch Lichtschächte
die gleichzeitig das Eingangspodest
bei der Haustüre bilden.
Zum
Anfang
M
Mansardendach
(Mansarddach)
Bei der Dachform Mansarddach sind
die Dachflächen im unteren
Bereich abgeknickt, so dass die
untere Dachfläche über
eine wesentlich steilere Neigung
verfügt als die obere. Auf
diese Weise entsteht zusätzlicher
Wohnraum für eine oder mehrere
Mansarden. Hierbei können eine
(Frontseite), zwei (ausgehend vom
Walmdach) oder alle 4 Dachseiten
abgeknickt sein. Letzteres ist häufig
bei einzelstehenden Bauwerken des
Barock und der 1920er Jahre anzutreffen.
Der Name geht auf die französischen
Architekten François Mansart
(1598–1666) und dessen Großneffen
Jules Hardouin-Mansart (1646–1708)
zurück, die diese Art der Dachbau-Technik
in ihren zahlreichen Prunkbauten
in Paris populär machten. Als
Erfinder gilt jedoch der Architekt
des Louvre, Pierre Lescot, der diese
raumsparende Idee bereits ca. 100
Jahre zuvor verwirklichte.
Zur Verbreitung dieser Dachform
führten auch steuerliche Gründe,
als die Grundsteuer nach der Anzahl
der Vollgeschosse erhoben wurde.
Mit einem Mansarddach konnten eines
oder mehrere Wohngeschosse im Dach
untergebracht werden, ohne dass
diese Wohnungen merkliche Dachschrägen
aufwiesen und steuerlich bemessen
wurden.
Besonders häufig trat diese
Dachform vom 18. bis ins frühe
20. Jahrhundert auf. Konstruiert
wird sie meist als Sparrendach mit
stehendem oder liegendem Stuhl im
Mansardgeschoss und einfachem Sparrendach
(auch mit Kehlbalken) darüber.
Mehrfachverriegelung
Mehrfachverrriegelung bedeutet,
dass die (Haus)Tür nicht nur
durch den Sperrriegel beim Türschloss
sondern durch mehrere Stifte verriegelt
wird. Diese Mehrfachverriegelung
wird je nach Türdrücker
mit einem entsprechenden Griff oder
Zylinder ver- und entriegelt.
Mischbauweise
Hierbei wird ein ganz oder teilweise
gemauertes Erdgeschoss mit einem
Obergeschoss aus Fachwerkwänden
o.ä. kombiniert. Beide Bauweisen
haben ihre besonderen Vorzüge.
Dominieren beim Fachwerkbau die
Kriterien Wärmedämmung,
Behaglichkeit und optimale Raumnutzung,
so sprechen für die Mischbauweise
die höhere Speichermasse und
der vielfach geäußerte
Wunsch nach traditionellen, massiven
Baustoffen.
Mittelfasche
Eine Mittelfasche ist eine Fasche
die das Gebäude in etwa auf
Deckenhöhe optisch teilt.
Zum
Anfang
N
Niedrigenergiehaus
Es gibt bis heute europaweit keine
eindeutige Definition. Ein Niedrigenergiehaus
ist z.B. im Sinne der Gütegemeinschaft
Niedrigenergie-Häuser e.V.
ein Gebäude, dessen baulicher
Wärmeschutz rund um die gesamte
Gebäudehülle darauf abgestimmt
ist, gegenüber der heutigen
Energiesparverordnung um 30 Prozent
geringere Transmissions-Wärmeverluste
zu erreichen. Durch zusätzliche
Anforderungen an die Haustechnik
wird der Heizwärmebedarf darüber
hinaus noch weiter verringert. Die
Höchstgrenze des Heizwärmebedarfs
liegt liegt nach neuer EnEV bei
70 kWh/m²a (entspricht 7 Liter
Heizöl pro m² Wohnfläche
im Jahr).
Nutzkeller
Ein Nutzkeller eignet sich zur Lagerung
und als Stauraum, ist nicht als
Aufenthaltsraum gedacht und in der
Regel nicht beheizt und nicht gedämmt.
Nutzkeller haben meist eine geringere
Raumhöhe als Wohnkeller.
Zum
Anfang
P
Passivhaus
Der äußerst geringe Energieverbrauch,
der ein Passivhaus auszeichnet,
wird dadurch erreicht, dass Wärmeverluste
minimiert und Wärmegewinne
maximiert werden. Ein Passivhaus
bietet ganzjährig eine angenehme
Raumtemperatur ohne den Einsatz
einer konventionellen Heizung und
kann durch eine absolut wohlige
Atmosphäre im Hausinneren überzeugen.
Die Höchstgrenze des Heizwärmebedarfs
liegt dzt. bei 15 kWh/m²a (entspricht
1,5 Liter Heizöl pro m²
Wohnfläche im Jahr).
Pultdach
Ein Pultdach ist eine Dachkonstruktion,
die nur nach einer Seite geneigt
ist. Pultdächer sind relativ
flach geneigt (ca. 5 - 7 Grad).
Zum
Anfang
Q
Quergiebel
Unter einem Quergiebel versteht
man ein zum Hauptdach um 90 Grad
gedrehtes Satteldach. In der Regel
befindet sich der Quergiebel über
dem Wintergarten oder dem Eingang.
Zum
Anfang
R
Rollierung
Rollierung ist die Kies- oder Schotterlage
unter der Bodenplatte. Diese wird
in die Baugrube eingebracht, bevor
das Fundament betoniert wird und
dient zum einen als Drainageschicht
für das Wasser unter der Bodenplatte
und zum anderen als saubere Arbeitsschicht
für die Bodenplatte.
Rohbau
Als Rohbau bezeichnet man im Bauwesen
ein Bauwerk, dessen äußere
Kontur einschließlich der
Dachkonstruktion fertiggestellt
ist, das jedoch noch keinen Ausbau
des Inneren erfahren hat. Bis auf
wenige Ausnahmen ist die zweckbestimmte
Nutzung eines Rohbaus als funktionstüchtiges
Bauwerk demzufolge nicht möglich.
Der Abschluss der Rohbauarbeiten
wird nach Aufstellung des Dachstuhls
in der Regel mit dem Richtfest im
Beisein des Bauherrn und der am
Bau Beteiligten gefeiert. Nach Abschluss
der Rohbauarbeiten muss dieser vom
Prüfstatiker gesondert als
fehlerfrei abgenommen werden. Danach
erfolgt in der Regel der Innenausbau
des Gebäudes. Die Kostenermittlung
der Rohbauarbeiten wird gemäß
DIN 276 „Kosten im Hochbau“
nach der Kostengruppe 300 ermittelt.
Zum
Anfang
S
Sanitärrohinstallation
Unter der Sanitär-Rohinstallation
versteht man die in Wänden,
Schächten und Bodenaufbau geführten
Zu- und Abflussrohre für Kalt-,
Warm- und Abwasser.
Satteldach
Ein Satteldach besteht aus zwei
Dachflächen. Satteldächer
sind von 22 bis (meist) 38 Grad
geneigt.
Schalglatt
Betonfertigteile werden liegend
in einer Schalung, meist Stahl-
oder Holzschalungen und in der Regel
sehr maßgenau, erzeugt. Die
erzeugten Flächen werden schalglatt
bezeichnet. Schalglatte Flächen
sind sehr eben und glatt, haben
jedoch kleinere Lufteinschlüsse
und Unebenheiten. Die verbleibende
Fläche wird je nach Bedarf
gerade gerüttelt, verrieben
oder geglättet.
Schnurgerüst
Schnurgerüste dienen zum richtigen
Einmessen des Gebäudes in der
Natur. Hierzu werden entsprechende
Holzkonstruktionen hergestellt auf
denen vom Vermesser (meist ein Geometer)
entsprechende Markierungsnägel
eingemessen werden. Von diesen Markierungsnägeln
werden nun Schnüre zum jeweils
gegenüber liegenden gespannt.
Man hat so dann die Aussenkante
und kann sie mit einem einfachen
Lot auf die Baugrubensohle projizieren.
Ein Schnurgerüst muss sehr
maßgenau hergestellt werden,
da auf einem Grundstück, das
auch noch durch den Aushub stark
verändert wird keinerlei sonstigen
Maßbezüge mehr hergestellt
werden können und nur so gesichert
ist, dass das Haus auch wirklich
dort steht wo es hin soll.
Sicherungsverteilerleiste
Sicherungsverteilerleiste ist die
Schiene im Verteilerkasten auf denen
die Sicherungsautomaten (Schutzautomat,
FI) montiert werden.
Sockelprofil
Das Sockelprofil ist der unteren
Abschluss der Vollwärmeschutzfassade.
Sockelputz
Üblicherweise beginnt die Vollwärmeschutzfassade
ca. 30 cm über dem angrenzenden
Geländeniveau. Der Sockel ist
mit einem entsprechenden Dämmputzsystem,
Dämmsockelputz herzustellen.
Der Sockelputz muss unempfindlich
gegen Feuchtigkeit und mechanisch
belastbar sein.
Sparren
Sparren nennt man die tragenden
Holzteile des Dachstuhles, die die
Dachfläche bilden.
Spengler
Der Spengler fertigt und montiert
alle Blechteile am Dach, die Dachrinnen
und die Ablaufrohre.
Spitzboden
Bei ausgebauten Dachgeschoßen
entsteht im oberen Drittel des Dachstuhles
ein dreieckiger Hohlraum, der Spitzboden.
Spitzböden sind meist zu Wartungszwecken
begehbar, aber nur bedingt benutzbar.
Steinwolle
Steinwolle ist ein Dämmmaterial
für die verschiedensten Anwendungen
und wird meist im Bereich des Dachgeschoßausbaues
und für die Dämmung bei
Holriegelbauten verwendet. Das Grundmaterial
für Steinwolle bilden Gesteinseiten
wie z.B. Diabas, Basalt, Dolomit
und andere mineralische Zuschlagstoffe.
Steinwolle ist gesundheitlich völlig
unbedenklich, sowohl in der Verarbeitung,
wie in der späteren Anwendung.
Strangentlüftung
Der Kanalanschluss des Hauses muss
belüftet sein, damit beim Spülvorgang
das Wasser auch ablaufen kann.
Zum
Anfang
T
Traufe
Traufe ist die unterste Dachkante.
An der Traufe befindet sich in der
Regel die Dachrinne.
Traufenhöhe
Traufenhöhe ist die Höhe
der Oberkante der Dachkonstruktion
im Bereich der Traufe über
dem angrenzenden Niveau.
Zum
Anfang
U
U-Wert
Als U-Wert (früher K-Wert)
bezeichnet man den Wärmedurchgangskoeffizienten
eines Bauteiles. Der Wärmedurchgangskoeffizient
gibt an, welche Wärmemenge
pro m² durch einen Bauteil
in einem bestimmten Zeitraum verloren
geht. Je niedriger der U-Wert ist
desto besser die Wärmedämmung.
Zum
Anfang
V
Vollsparrendämmung
Bei einer Vollsparrendämmung
werden die Sparrenzwischenräume
zur Gänze mit Dämmmaterial
ausgefüllt. Bei einer Vollsparrendämmung
wird das Unterdach diffusionsoffen
hergestellt und raumseitig die Dämmung
mit einer Dampfbremse abgedeckt.
Vollwärmeschutz
siehe Fassade
Zum
Anfang
W
Walmdach
Ein Walmdach besteht aus vier geneigten
Dachflächen. Bei einem quadratischen
Grundriss spricht man von einem
Zeltdach.
Wohnbauförderung
siehe Förderung
Wohnfläche
Unter Wohnfläche versteht man
die Bodenfläche eines Hauses,
die zum Wohnen genutzt werden kann.
Wohnkeller
Ein Wohnkeller ist ein besonders
ausgebildeter Keller in dem auch
Aufenthaltsräume untergebracht
werden können. Ein Wohnkeller
hat eine normale Wohnraum-Raumhöhe,
ist gedämmt, beheizt und hat
ausreichend Belichtungs- und Belüftungsflächen
(Fenster).
Wohnnutzfläche
Die Wohnnutzfläche wird entsprechend
der einschlägigen Förderungsbestimmungen
bzw. Normen ermittelt und unterscheidet
sich unter Umständen erheblich
von der Wohnfläche. Dies hängt
damit zusammen, dass z.B. Räume
mit einer Raumhöhe unter 1,50
Meter (z.B. im Bereich der Dachschräge)
nicht zur Wohnnutzfläche zählen.
Zum
Anfang
Z
Zangendecke
Zangendecke ist die oberste Geschoßdecke
hin zum Spitzboden. Als Zangendecke
bezeichnet man eine Decke, die mittels
Beplankung und Dämmung auf
die Zangen (Dachstuhlteile) aufgebaut
wird.
Zweizügig
Zweizügig wie bei einzügig,
jedoch mit zwei Abgasrohren
Zum
Anfang